Aktuelles aus 2016

16.12.2016
Liebe Einwohner von Frankenthal,  

im Herbst 2016 ist die Informationsbroschüre unserer Verwaltungsgemeinschaft "Großharthau & Frankenthal -
Gemeinden mit Zukunft" erschienen.

Sie bietet einen guten Überblick über alle wichtigsten Fragen - von den Kindereinrichtungen und der Kirchgemeinde über die Sprechzeiten der Verwaltung bis hin zu den Ansprechpartnern der Vereine.

Zahlreiche Gewerbetreibende präsentieren ihr Unternehmen in einer Anzeige und zeigen die vielfältigen Angebote in unserer Gemeinde.
Beim Durchblättern der Broschüre werden Sie bemerken, wie vielfältig die Angebote der Grundversorgung in Frankenthal sind.

Hier lässt es sich gut leben - ein herzliches Dankeschön an alle, die auf vielfältige Weise dazu beitragen.  
Ein besonderer Dank soll all denen gelten, die sich auch im Jahr 2016 ehrenamtlich in den Einrichtungen, Vereinen und der Freiwilligen Feuerwehr unseres Heimatdorfes engagiert haben.
Ihre Unterstützung und Einsatz wird auch in Zukunft unverzichtbar sein.

Ich verbinde den Dank für diese Tätigkeit mit der Hoffnung auf weitere vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit.  

Im Namen des Gemeinderates Frankenthal und aller Mitarbeiter wünsche ich Ihnen ein gesegnetes, friedvolles Weihnachtsfestund für das neue Jahr Gesundheit, Zufriedenheit und Erfolg.  

Ihre Bürgermeisterin Kerstin Otto  

Frankenthal, im Dezember 2016

04.11.2016
Wer hat einen größeren Ententeich?  Die Anlage, auf der Werner Mitscherling Ziergeflügel züchtet, ist 200 Quadratmeter groß.
Der Frankenthaler  macht damit nicht nur sich eine Freude       


Selbst die frischen Temperaturen von vier Grad Celsius können Werner Mitscherling nicht davon abhalten, seine Lieblinge zubesuchen. Zwei Fünf-Liter-Eimer hat er mitgebracht.
In dem einen selbstgemischte Körner, in dem anderen eine Mischung aus Äpfeln, Gurken und Möhren, alles fein gerieben. Dazu noch Möhrenschalen in einer Schachtel. Der Frankenthaler öffnet die Tür zum Ententeich im Garten. Die zwei schwarzen Schwäne können es kaum erwarten,dass er die Leckerbissen fallen lässt.
Als dann noch Körner ihren Weg ins Wasser finden, beginnt unter den 25 Enten ein Gewusel um die besten Happen.
Zufrieden schaut der 83-Jährige ihnen zu. Manchmal habe er auch Gäste, sagt er. Stockenten, die zum Fressen kommen.

Seit er 1987 nach Frankenthal zog, züchtet Werner Mitscherling in dem kleinen Teich an der Hauptstraße Ziergeflügel.
Eigentümer der etwa 200 Quadratmeter großen und eingefriedeten Wasserfläche direkt neben einem Wohnhaus ist er nicht.
Doch das tut der Freude an seinem Hobby keinen Abbruch, zumal der Eigentümer den Teichsanierte und für den stabilen Metallzaun sorgte.

Ziergeflügel fasziniert Werner Mitscherling schon sein ganzes Leben. Aufgewachsen ist er in Bretnig.
Wenn er als Kind am Mühlgrabenteich vorbeikam, musste ihn seine Mutter dort jedes Mal regelrecht wegziehen.
Er habe sich einfach nicht von den Enten trennen können.
Als er später in Bautzen wohnte, habe er dann selber die ersten Enten gehabt. So lernte ihn auch seine vor drei Jahren verstorbene Frau Ruth kennen, die viel Verständnis für sein Hobby aufbrachte. Den Sommer über einmal täglich, in Herbst und Winter zweimal am Tag, geht er füttern und schaut am Teich nach dem Rechten. Bei Frost holt er die Schwäne nach
Hause in den Stall und braust sie dort alle zwei Tage ab, so ist ihr Federkleid auch weiterhin wasserundurchlässig.
Die Enten können im Winter draußen bleiben, wenn der Frost nicht allzu stark ist. Dann schlägt er für sie Löcher ins Eis des Teiches.

Die Rassen sind ihm alle gleich lieb
Enten leben dort, die an sich auf anderen Kontinenten beheimatet sind, wie etwa die farbenprächtigen Mandarinenten oder die blauschnäbligen Hottentottenenten, die als kleinste Gründelenten der Erde gelten. Braut-, Bahama-, Baikal- und Peposakaenten hat
er ebenfalls.
Eine Lieblingsrasse aber nicht. Sie sind ihm alle gleich lieb. Da die eisten Höhlenbrüter sind, hat er fünf Nistkästen gebaut, gelb-grün angestrichen und ins Wasser gestellt.
Ein Brutapparat würde 1 000 Euro kosten. Das will er sich mit fast 84 nun nichtmehr leisten. Gewähr für eine glückliche Zucht bieten die Nistkästen aber nicht. In diesem Jahr holten die Nebelkrähen alle 28 Küken weg. Auch Marder, Mink und Waschbär betrachten seinen Entennachwuchs als Leckerbissen.
Eine erfolgreiche Zucht werde deshalb immer schwieriger. Die Freianlage mit einem Elektrozaun zu schützen, kommt für Werner Mitscherling trotzdem nicht infrage.
Deshalb nicht, weil die Kinder aus dem schräg gegenüber befindlichen Kindergarten und
auch viele Spaziergänger gern am Zaun stehenbleiben und den Enten zuschauen, erklärt er. Einmal im Jahr steigt er in Wathosen inden 80 Zentimeter tiefen Teich, um Nistkästen und Schwanenhaus zu säubern. Letzteres legt er mit Schilfblättern aus, damit sich die beiden Schwäne ein Nest bauen können. "Es sind sehr liebevolle Tiere, die begrüßen jeden, der vorbeigeht", erzählt er. Nur in der Brutzeit sollte man Abstand halten. Dann versteht der Erpel keinen Spaß. Elf schwarze Schwäne zog er groß. Einen hat der Fuchs geholt.
Zwei sind ihm mal ausgebüxt, weil er es nicht rechtzeitig schaffte, die Flügel zu stutzen.
"Das Kopieren der Flügel ist verboten", erklärt Werner Mitscherling, der seit 1956 Mitglied in Züchtervereinen ist, 12 Jahre den in Bischofswerda leitete und über 20 Jahre als Zuchtrichter tätig war. An einem der Flügel werden stattdessen die Federn verschnitten, um die Vögel am Wegfliegen zu hindern.
Nach einem Unfall, ausgerechnet am 56. Hochzeitstag, kam er zwar mit Prellungen davon, konnte sich aber sechs Wochen lang nicht um seine Tiere kümmern. In dieser Zeit halfen Nachbarn bei der Fütterung.

Macht mit seinen Tieren auch anderen Menschen Freude
Werner Mitscherling könnte sich kein schöneres Hobby vorstellen. Es gefällt ihm, dass auch andere Menschen an seinen Vögeln Freude haben.
Der gelernte Maler wollte eigentlich auf die Kunstgewerbeschule nach Dresden. Er war sogar angenommen, doch konnte seine Mutter die 1 000 Mark Schulgeld nicht bezahlen. "Stipendium gab es damals nur für Ärzte und Volkswirtschaftler", erzählt er.
So ging er zur Polizeischule, diente dann 36 Jahre und einen Monat bei den Grenztruppen
und war anschließend beim Rat des Kreises in Bischofswerda für den Katastrophenschutz zuständig. Mit 55 ging er noch vor der Wende in den Ruhestand - mit Abzug.

Die Haltung von Ziergeflügel sei mit der von Wirtschaftsgeflügel nicht vergleichbar, sagt er. Die Zucht sei kosten- und zeitaufwendiger. Doch solange es seine Gesundheit erlaubt, will er sich auch weiter um Schwäne und Enten kümmern.
Wohl keine seiner vier Töchter wird das Hobby übernehmen. Da ist er sich sicher, zumal keine in Frankenthal lebt.
Um langsam ein bisschen kürzertreten zu können, gab er jetzt seine Zwerghühner ab.
Die Eier hat er ohnehin immer verschenkt.

Von Constanze Knappe

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/wer-hat-einen-groesseren-ententeich-3533146.html

Durch die Ortschaft gerast

 Mit fast 90 Kilometer pro Stunde raste ein Skodafahrer am Dienstagvormittag durch Frankenthal. In der Ortschaft sind 50 km/h erlaubt. Den Fahrer erwarten ein Bußgeld in Höhe von 160 Euro, ein einmonatiges Fahrverbot und zwei Punkte imBundeszentralregister.
Zwischen 7.15 und 12 Uhr hatte die Polizei an diesem Tag die Geschwindigkeit gemessen.
In fünf Stunden haben die Polizisten 199 Fahrzeuge gemessen. 23 von ihnen hielten sich nicht an die zulässige Höchstgeschwindigkeit. In 18 Fällen blieb es bei einem Verwarngeld. Fünf Fahrzeugführer waren deutlich schneller unterwegs, sodass sie nun eine Bußgeldanzeige erhalten werden.

11.10.2016

Blauer Adler auf dem Schulhof
Zwei Versicherungsfachleute spenden für die Evangelische Grundschule Frankenthal.
Dort ist das Geld sehr gut angelegt.


Der Hof der Frankenthaler Grundschule wird zurzeit komplett umgestaltet. Mit vielen Ideen und Liebe. Mit dem Engagement von Lehrern und Eltern. Mit Hilfe von Sponsoren. Und mit einer fitten Bürgermeisterin, die immer wieder neue Geldgeber für das Projekt begeistert.
So wandte sich Kerstin Otto an die Bischofswerdaer Versicherungsfachleute Gerd Borisch und Frank Richter, die im Sommer eine Bürogemeinschaft gegründet haben. Und die Bürgermeisterin traf ins Schwarze. Beide Männer sagten prompt zu, das Frankenthaler Schulhofprojekt zu unterstützen - und sie holte einen starken Partner mit ins Boot.
"Wir finden das Projekt gut, weil es Kindern aus der ganzen Region zugute kommt", sagte Gerd Borisch der SZ.

Jetzt übergab er im Namen der Bürogemeinschaft 2 250 Euro an die Frankenthaler Grundschule. 1 500 Euro kommen aus der Allianz-Umweltstiftung. Sie unterstützt unter dem Label "Blauer Adler" deutschlandweit Umweltprojekte. Gefördert werden insbesondere Initiativen, die von Bürgern und Vereinen ausgehen und die darauf abzielen, das Verantwortungsbewusstsein für die Natur zu entwickeln. Die anderen 750 Euro geben
Frank Richter und Gerd Borisch. Beide sind für die Allianz in Bischofswerda tätig.
Der neue Frankenthaler Schulhof passt voll ins Konzept der Umweltstiftung. Die Arbeiten begannen im Frühjahr. Viel ist schon zu sehen. So entstanden weitläufige Spielbereiche
auf weichem Sand, ein Atrium, das als grünes Klassenzimmer genutzt werden kann, und ein großer Erdspielhügel.
Durch den können die Kinder kriechen. Neue Spielgeräte wurden bzw. werden noch aufgebaut.

Weidenflechtzäune und Naschhecken
Das Baumhaus wurde erweitert und ein Baummikado - Baumstämme, auf denen man balancieren kann - errichtet.
Jetzt in den Herbstferien wird unter anderem der Bolzplatz neu gestaltet. Um die einzelnen Bereiche für Spiel, Sport und Erholung voneinander abzutrennen, gibt es Weidenflechtzäune und Naschhecken. Letztere in Form von Sträuchern, an denen schon in den nächsten Jahren leckere Beeren wachsen. Schüler hatten ihre Wünsche geäußert; die Viertklässler Modelle gebaut, wie sie sich den neuen Schulhof vorstellen. Auch die Eltern wurden in die Planungen langfristig einbezogen.
Der künftige Hof der Frankenthaler Grundschule wird größer als der bisherige. Denn Teile des Nachbargrundstücks wurden dafür erworben. (SZ/ir)

Artikel-URL:
http://www.sz-online.de/nachrichten/blauer-adler-auf-dem-schulhof-3512875.htm

12.08.2016
Auftritt für die Feuerwehr-Kapelle
Junge Leute und Blasmusik - in Frankenthal passt das prima zusammen

 

Theresa Gurath hält die Truppe zusammen. Die 24-jährige Diplom-Betriebswirtin managt die Frankenthaler Feuerwehrkapelle. 24 und Blasmusik? „Aber klar“, sagt die Frankenthalerin, während die anderen zustimmend nicken. „Es ist eine coole Sache“. Gespielt wird, was bei jungen Leuten ankommt und auch Ältere mitreißt: Rock, Pop, Dixieland, Musicalmelodien, Märsche, Weihnachtslieder.
Und auch
böhmische Blasmusik. „Die gehört nun mal zu einer Feuerwehrkapelle dazu“, sagt Theresa Gurath.

Mit ihren 24 Jahren liegt sie so ziemlich im Altersdurchschnitt der Kapelle. Das jüngste Mitglied ist 18, das älteste etwas über 50. Die Mehrzahl der 13 Musiker
ist unter 25. Doch nicht nur vom Alter her
unterscheiden sich die Frankenthalter von anderen Feuerwehrkapellen. Eine Besonderheit ist auch, dass ihre Mitglieder vom musikalischen Background her bunt zusammengewürfelt sind.

Es gibt Musiker wie Theresa Gurath (Saxofon und Klarinette) und Armin Kahlert (Posaune), die viele Jahre in Bischofswerda die Musikschule besuchten und dort das Spielen auf ihrem Instrument von der Pike auf erlernten.
Sie freuen sich, in der Feuerwehrkapelle ihr Hobby weiterführen zu können.
Es gilt Leute, die
musikalisch umgesattelt haben, wie Thérése Engert. Sie lernte Akkordeon und begann zweieinhalb Monate vor dem ersten Auftritt der Kapelle, sich das Saxofonspielen anzueignen. Thomas Krebs sagt über sich, er könne keine Noten lesen. Aber er hat Rhythmusgefühl und schlägt souverän die große Trommel.
„Wir haben zusammen einen Riesenspaß“, sagt der 34-jährige
Familienvater.
Wer sich der Kapelle anschließen möchte, ist gern gesehen. Ein Instrument sollte man aber spielen können.
„Wir
können keine musikalische Grundausbildung geben. Aber wir helfen gern mit Tipps“, sagt Theresa Gurath.

Beim Musizieren springt der Funke schnell aufs Publikum über. Kaum noch eine größere Veranstaltung in Frankenthal und Großharthau ohne Feuerwehrkapelle.
Die Musiker spielten zum Landesjugendfeuerwehrtag in Bautzen, vor Fluthelfern
in Bad
Schandau und – mit großem Herzklopfen – als Vorband in der voll
besetzten Neukircher Kirche, als die Sängerin Monika Martin
dort ein Konzert gab.
Rund 20 Auftritte gibt es im Jahr – und wesentlich mehr Anfragen. „Wir können nicht alle erfüllen.
Denn
Familie, Arbeit bzw. Studium und bei einigen auch der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr müssen zusammenpassen“, sagt Theresa Gurath.
Mitglieder der Frankenthaler Feuerwehr, wo die Kapelle als eigene Abteilung geführt wird, sind sie alle. Vier von
ihnen rücken zu den Einsätzen mit aus, darunter Armin Kahlert und Thomas Krebs, der zugleich den Abc-Spezialtrupp leitet.

Die Feuerwehrkapelle ist vor fünf Jahren gegründet worden.
Damals feierte die Jugendfeuerwehr ihr 45-jährigers Bestehen. Sechs
Leute, die ein Instrument spielen, wurden gebeten, zur Kaffeemusik zu spielen. Nach dem Auftritt überreichte ihnen eine Frankenthalerin eine Urkunde, auf der
„1. Frankenthaler Feuerwehrkapelle“ stand. Weil ihnen die Musik selbst Laune machte,
blieben sie als Formation zusammen und gewannen seitdem weitere Mitglieder hinzu.

Frankenthal steht an diesem Wochenende ein Doppeljubiläum ins Haus:
50 Jahre Jugendfeuerwehr und fünf Jahre
Feuerwehrkapelle. Nicht nur darin sieht Theresa Gurath einen Bezug zur Jugendwehr.
Die junge Frau weiß, wie wichtig sie für die
Nachwuchsarbeit ist.
„Ohne Jugendfeuerwehr wird es irgendwann einmal keine Freiwillige Feuerwehr mehr geben. Und wenn die
stirbt, hat sich auch dieFeuerwehrkapelle erledigt“,
sagt sie.


Von Ingolf Reinsch

 

Artikel-URL: http://www.sz-online.de/nachrichten/auftritt-fuer-die-feuerwehrkapelle-3465441.html

25.07.2016
Aber der Trabi, der rollt
18 junge Leute sind zurück von einer Tour an den Balaton.
Sie fuhren 1 815 Kilometer in DDR-Autos – fast pannenfrei. 


Frankenthal – Balatonlelle und zurück: Die neun Besatzungen in einem Konvoi aus acht Trabants und einem Wartburg haben das gut überstanden. Sonntagabend sind sie wohlbehalten und fast pannenfrei zurückgekehrt, sagte Teammitglied Johannes Rarisch
am Montag auf SZ-Anfrage.
Nur zweimal gab es unterwegs technische Probleme. Als die 18 jungen Leute am 24. Juni
in Frankenthal losfuhren, waren es über 30 Grad im Schatten. „Wegen der Hitze hatten wir zum Teil Schwierigkeiten mit den Zündkerzen“, so Johannes Rarisch.
Auf der Rückfahrt gab eine Lichtmaschine ihren Geist auf. Sie musste ausgewechselt werden.
Für die handwerklich begabten jungen Männer, die seit Jahren einen Faible für Autos haben, kein Problem. Wichtige Ersatzteile hatten sie mit.
Zweimal je zwei Tage waren sie unterwegs – mit einem Zwischenstopp bei Brno (Brünn).
Sie legten dabei 1 815 Kilometer zurück.
Für den Urlaub am Balaton blieb eine Woche in einem Ferienhaus, welches das Team gemietet hatte. Passend zu den DDR-Autos wählten die jungen Leute, die aus Frankenthal
und umliegenden Orten kommen,für die Fahrt ihre Kleidung und das Gepäck im Look
der 70er Jahre.
Das fiel natürlich auf. „Die Leute haben uns zugewunken, uns fotografiert und mit dem Smartphone gefilmt“, sagte Johannes Rarisch. Die Hinfahrt führte durch Wien.
Dort hatte man einen solchen Tross noch nicht gesehen.
Die meiste Begeisterung für die DDR-Oldtimer und ihre Besatzungen gab es allerdings auf der Rückfahrt in der slowakischen Hauptstadt Bratislava. (SZ/ir)

18.07.2016
Urlaub wie zu Erichs Zeiten 
Wie war das damals, als unsere Reisewelt der Ostblock war? 18 junge Leute wollen es wissen und starten zum Balaton.
Mit Trabis und Wartburg. 


Sommer, Sonne, Balaton. 18 junge Leute aus Frankenthal und umliegenden Orten, darunter drei Kinder, gönnen sich diesen Luxus eine gute Woche lang. Freitagmittag, pünktlich zum Ferienstart inSachsen, machten sie sich auf den rund 750 Kilometer langen Weg. Im Konvoi aus acht Trabis und einem Wartburg. Bis Freitagabend wollen sie das tschechische Brno erreicht haben. Die zweite Etappe ist für Sonnabend geplant – das Ziel Balatonlille.
Gefahren wird ausschließlich auf Landstraßen. Spätestens nach 200 Kilometernmüssen sie Pause machen. Denn die Trabis brauchen dann Benzin.

Die Frankenthaler reisen wie zu Erichs Zeiten – im Look der 70er-und 80er-Jahre. Fast alle Autos haben einen „Dachgarten“.
Darauf sind die Klappräder verstaut. Natürlich Räder der DDR-Marke „Mifa“. Auch sonst wurde eingepackt, was in der DDR produziert worden ist: Campingmöbel, Waschbeutel, Frotteehandtücher, einfarbige Turnhosen... Für die Hinfahrt hat sichdie Gruppe trotz der
35 Grad in Schale geschmissen. So holte Rico Neumann feinen Zwirn der Marke „Präsent 20“ hervor und lässt es sich auch nicht nehmen, zum Fotoshooting auch noch das Sakko anzuziehen. Am Plattensee in Ungarn, so Johannes Rarisch,werde man sich dann aber doch salopp in jetziger Freizeitkleidung bewegen.

Winkelemente im Gepäck
Alles, was die Gruppe als fahrendes DDR-Museum mit hat, stammt entweder aus eigenem Besitz oder wurde in den Familien oder bei Freunden geborgt. Sogar „Winkelemente“ sind dabei – DDR-Fähnchen aus Papier, die der Großvater von Rico Neumann noch auf dem Hausboden hatte. Aufs Navi verzichten die jungen Leute. Statt dessen nutzen sie ihr „Klapp-Navi“, sprich den Straßenatlas, hier allerdings eine aktuelle Variante.
Bei der Route weicht die Gruppe von den früheren Wegen der DDR-Urlauber ab. Ihr Hinweg führt nicht über die Slowakei, sondern über Österreich – und durch die Hauptstadt Wien.

Die Idee, zu dem „DDR-Urlaub“ am Balaton, kam den jungen Leuten vor einem Jahr.
Damals machten sie ihre erste gemeinsame Ferientour mit Trabant & Co. Die führte,
wir ahnen es, ans Lieblingsmeer der Sachsen, die Ostsee.
Die Touristen von heute, die in ihren DDR-Oldtimern auffallen dürften, sind eine eingeschworene Gemeinschaft.
Sie gehören zum Frankenthaler Stockcarteam, das 1999 gegründet wurde.
Durchs Schrauben an alten Autos, die später bei Rennen zu Schrott gefahren werden, entstand das Interesse an den DDR-Fahrzeugen, sagt Pierre Gneuß. Er fährt den einzigen Wartburg im Konvoi, sogar die Kombivariante „Tourist“. Top gepflegt und natürlich mit der obligatorischen, umstrickten Klopapierrolle auf der Hutablage.
Im Schlepptau hat Pierre Gneuß einen Anhänger. Alles Ersatzteile, sollte einer unterwegs eine Panne haben.
Repariert wird selbst. Die Leute,die seit Jahren in ihrer Freizeit an Autos basteln, sind firm genug.

Das Frankenthaler Stockcarteam gibt’s noch heute. Viele von der ersten Generation schalteten inzwischen aber einen Gang runter, starten jetzt noch gelegentlich bei Trabantrennen. Mit Max Petschel (10 Jahre), Brian Köhler (26) und Richard Petschel (40) starten drei Teammitglieder aber auch bei Deutschen Meisterschaften.

Von Ingolf Reinsch SZ

29.07.2016
Ein Dorf feiert seine Feuerwehr

Den Frankenthalern und ihren Gästen steht ein großes Fest ins Haus.
Am 13. und 14. August feiern sie gleich zwei „runde“ Feuerwehrgeburtstage.
Die Jugendfeuerwehr besteht seit 50 Jahren.
Die Feuerwehrkapelle gibt es seit fünf Jahren. Zum zweitägigen Festprogramm gehören ein Wettbewerb in der Gruppenstafette der Jugendfeuerwehren, eine Blaulichtmeile, auf der die neuesten Feuerwehrfahrzeuge zu sehen sind, und ein Frühschoppen, bei dem die Feuerwehrkapellen aus Frankenthal und Kleinhänchen zu hören sind.

Die Kapelle ist die jüngste Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Frankenthal.
Zwölf junge Leute spielen vorallem Rock, Pop und Jazz, aber auch Märsche. (szo)

 

© Regina Berge

11.07.2016
Alarm im Kinderhaus
In der Frankenthaler Kita „Pusteblume“ wurde am Montag Feueralarm ausgelöst - ein Test für Kinder und Retter. 


Aufregender Wochenstart in der Frankenthaler Kindertagesstätte „Pusteblume“:
Kurz vor 9 Uhr kam am Montag die Feuerwehr.
Die Kameraden evakuierten das ganze Haus – zum Glück nur eine Übung, wie sich schnell herausstellte.
Wehrleiter Kay Winker: „Wir wollten testen, wie die Fluchtwege funktionieren.“

Zwei Treppenhäuser gibt es in der Kindertagesstätte – ausreichend, um die Kleinen bei Gefahr in Sicherheit zu bringen.
Doch ein Raum im Obergeschoss ist etwas abgelegen. Hier wählten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr einen neuen Weg: Sie setzten eine Steckleiter zusammen und stellten sie an die Hauswand. Kinder, die sich trauten, konnten sich so von zwei Feuerwehrleuten retten lassen. Sie wurden dabei durch ein Seil gesichert. Neun Kinder und zwei Erzieherinnen
verließen auf diesem Weg das Haus, alle anderen über die Treppenhäuser.
Nach der gelungenen Übung durften sich die Kleinen noch das Feuerwehrauto ansehen. (SZ)

20.06.2016
Jugendclub spendet für MediClowns

Aus dem Erlös der Tombola beim Kinderfest in Frankenthal überwies der Jugendclub „Blaue Engel“ jetzt 365 Euro an die MediClowns des Universitätsklinikums Dresden. „Damit wollen wir Kindern, die wegen einer schweren Krankheit nicht solche Feste feiern können, ein Lächeln ins Gesicht zaubern“, erklärt Janine Nitsche, die Finanzchefin des Clubs auf Nachfrage.
Sie hatte die Idee zu der Spende. Die Preise für die Tombola kamen von Unternehmen.
Alle zwei Jahre und nun schon zum dritten Mal organisierte der Jugendclub ein Fest für die Frankenthaler Kinder.
Den Winter über öffnet er seine Räume auch zu Spielenachmittage für die Jüngeren.

Vor fünf Jahren hatten sich zehn Jugendliche zusammengefunden, um in Frankenthal mit dem Club „Blaue Engel“ einen neuen Anlauf zu wagen. Mittlerweile hat der Jugendclub
23 Mitglieder zwischen 15 und 34 Jahren, die sich mitvielen Ideen ins Dorfleben einbringen. (ck)

Von Ingolf Reinsch SZ

03.03.2016
33 Meter hoher Funkmast geplant
In Frankenthal soll ein Funkturm entstehen. Als Standort ist eine Anhöhe nahe der Schweinemastanlage geplant. 


Der Mobilfunkbetreiber Vodafone will in Frankenthal einen 33 Meter hohen Funkmast errichten. Geplant sei ein Standort auf einer Anhöhe nahe der Schweinemastanlage, sagte Bürgermeisterin Kerstin Otto  auf Anfrage.
Der Gemeinderat entscheidet an diesem Donnerstag über das gemeindliche Einvernehmen.
Vodafone begründet seinen Bauantrag mit der Absicht, Handy-Nutzern einen besseren Empfang zu ermöglichen.
Über den Bauantrag entscheidet das Landratsamt. Die Gemeinde kann nur eine Stellungnahme abgeben. (SZ)
© Rene Plaul

Zuletzt bearbeitet: 07.02.2017

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